Geboren 1958 in Wien, aufgewachsen in einer kinderreichen Familie in Wien-Dornbach. Nach einer Lehre als Feinmechaniker Wechsel in den Postdienst und später in das IT-Zentrum der österreichischen Post. Nebenberuflich absolvierte er eine Fernmatura und ein Jus-Studium mit den Schwerpunkten Strafrecht und Öffentliches Recht. In der verbleibenden Freizeit schrieb und publizierte er zahlreiche Kurzgeschichten, Feuilletons, Hörspiele und fungierte als Ghostwriter für Kabarettprogramme. Nach dem Jus-Studium Wechsel in den Finanzsektor und Mit-Gründung eines auf internationale Handelsfinanzierungen spezialisierten Unternehmens. Daneben Studium der Betriebswirtschaft. Nach dem Verkauf des Unternehmens Wechsel in die IT-Welt mit den Schwerpunkten Marketing und Absatzfinanzierung. Daneben Abschluss eines MBAs. Seit 2007 freiberuflicher Schriftsteller und ― wieder einmal ― Student. Der mehrsprachige Lernwütige und Workaholic hatte immer schon ein besonderes Verhältnis zu Sprachen. Seine spezielle Vorliebe gilt dem Österreichischen mit seinen zahlreichen Möglichkeiten feiner Nuancierungen, die sicher viel zum Ruf der Österreicher beigetragen haben, diplomatisch und charmant zu sein. Besonders in den langen Jahren, in denen er weltweit als Wirtschaftsjurist und Manager tätig war, ist ihm die außerordentliche Bedeutung der österreichischen Sprache immer wieder bewusst geworden. Er liebt das zarte Spiel mit Worten und baut in seine Gedichte und Lieder einen feinsinnigen, oft liebevoll selbstironischen Humor. Dieser erzeugt schon beim ersten Überfliegen ein Schmunzeln, ist aber tatsächlich zutiefst hintergründig. Wie bei russischen Puppen offenbaren sich oft erst durch mehrmaliges Lesen versteckte Pointen. Und dahinter weitere und noch weitere. Der ehemalige Marathonläufer und Musikliebhaber versteht sich in der langen Tradition niveauvoller umgangssprachlicher Dichtung, wie sie in ähnlichen Formen auch Armin Berg, Hermann Leopoldi, Josef Weinheber, H.C. Artmann, Georg Strnadt, Toni Krutisch oder Trude Marzik gepflegt haben. Kritiker nennen seine Art zu schreiben „Neue Wiener Lyrik“. Dazu gehören neben einem disziplinierten Einhalten des jeweiligen Versmaßes ein möglichst klarer Reim, eine korrekte Satzstellung, keine Tabus, viel Humor und noch mehr Selbstironie. Erst wenn die Betroffenen selbst über seine Gedichte lachen können, ohne sich verletzt zu fühlen, betrachtet er sie als geglückt. Das erreicht er durch viel Einfühlungsvermögen und eine gute Beobachtungsgabe. Gerhard Blaboll ist seit 1984 mit der Wirtschaftspsychologin und Managementtrainerin Marianne Blaboll verheiratet. |
|---|